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NEUER WORKSHOP - HipHop mit Dr. Frederik Dörfler


Dr. Frederik Dörfler

E-Mail: frederik.doerfler@gmail.com

 

 

Workshop: HipHop-Musik macht Schule

 

 

Kurzbeschreibung:

 

In diesem Workshop werden den Schüler_innen Geschichte und Aufbau von HipHop-Musik – mit einem speziellen Fokus auf die österreichische HipHop-Szene – nähergebracht. Dies geschieht vor allem über die praktische Auseinandersetzung mit der Produktion von HipHop-Musik. D.h. den Schüler_innen wird nicht nur demonstriert, wie HipHop-Musik aufgebaut ist, sondern wir werden gemeinsam HipHop-Beats produzieren und je nach Interesse auch eigene Raps aufnehmen. Dadurch kann ein tiefergehender Einblick in eines der derzeit populärsten und einflussreichsten Musikgenres gegeben werden.

 

 

Inhalte:

 

 

HipHop-Musik entstand von Beginn an im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation, zwischen Mainstream und Underground sowie (spätestens seit den 1990er Jahren) zwischen Globalisierung und Lokalisierung. Nach einer Einführung in die Geschichte von HipHop-Musik (mit speziellem Fokus auf die österreichische HipHop-Szene) werden den Schüler_innen anhand von ausgewählten Beispielen wichtige Merkmale und Techniken von HipHop-Musik (Instrumentarium, Sound, Sampling, Mikrorhythmik, Flow etc.) nähergebracht. Mit Hilfe dieses Wissens wird in weiterer Folge gemeinsam mit den Schüler_innen ein eigener HipHop-Beat (die musikalische Grundlage eines HipHop-Songs) produziert und eigene Raps mit den Schüler_innen aufgenommen.

 

Ziel dieses Workshops ist das bessere Verständnis einer der derzeit erfolgreichsten Popularmusik-Strömungen. Durch das Nachzeichnen der geschichtlichen Entwicklung und die Einblicke in die Produktion von HipHop-Musik soll zudem ein differenzierteres Bild dieser Musikkultur gegeben werden, die oftmals (zum Teil zu Recht) als gewaltverherrlichend oder musikalisch langweilig dargestellt wird. Dabei kann HipHop auf sehr direkte oder auch poetische bis humorvolle Weise ebenso politische, gesellschaftskritische wie sehr persönlich, gefühlvolle Inhalte vermitteln und ist sowohl inhaltlich wie musikalisch vielfältiger, als es in der Öffentlichkeit meist dargestellt wird. So gibt es neben den bekannteren und öffentlich häufig diskutierten Genres wie Gangsta Rap oder Trap Rap auch rein instrumentalen HipHop oder Raps über Themen wie Religion und Feminismus.

 

Wenn‘s sein muass, kämpf i mehr als tausend Tog und tausend Nächte Für fairere Verhötnisse und Frauenrechte Ja, i wü ned sogn, es liegt an mei'm Geschlecht Nur so vü is ned gerecht, wos i mecht, san andre Bilder in die Kepf Von Frauen, die gleich vü verdienen an Respekt und Göd Weil nu was föht, für a gerechte Wöd Und Stammtischparole hab i nur ane parat: Schuid san ned die Männer, sondern ‘s Patriarchat. (Ms Def – „Mehr feat. Mag-D, Lady Ill-Ya, Missses U, Bella Diablo" 2019)

Zugleich wird durch den Fokus auf heimische Künstler_innen der Aspekt der „Glokalisierung" in den Fokus gerückt und dabei veranschaulicht, wie lokale Musiktraditionen mit der aus den USA stammenden HipHop-Musik zu etwas Neuem und Eigenständigem verbunden werden können.

 

 

Vorbereitung

 

Der Workshop kann gänzlich ohne Vorbereitung und Vorwissen durchgeführt werden.

 

Auf Wunsch stelle ich den zuständigen Lehrer_innen im Vorfeld jedoch gerne Unterlagen mit den wichtigsten Informationen bezüglich der Themen des Workshops zur Verfügung, um die Schüler_innen möglichst gut auf den Workshop vorbereiten und diesen möglichst produktiv gestalten zu können. Es handelt sich dabei um geschichtliche Überblicke zu HipHop international sowie national. Zudem füge ich eine Liste mit passenden Dokumentationen sowie Literatur an, die ebenfalls im Vorfeld angesehen bzw. behandelt werden kann.

 

Wenn Interesse daran besteht, nicht nur HipHop-Beats zu produzieren, sondern auch eigene Raps aufzunehmen, lade ich die Lehrer_innen dazu ein, die Schüler_innen bereits im Vorfeld eigene Rap-Texte schreiben zu lassen, die im Workshop aufgenommen werden können. Auf Wunsch stelle ich dafür eigene Beats zur Verfügung.

 

Je nach technischen Möglichkeiten und Knowhow der Lehrer_innen können die Raps auch bereits als Vorbereitung zum Workshop testweise aufgenommen werden. Ebenso kann der Versuch unternommen werden, bereits eigene Beats zu produzieren oder „Loops" (1- bis 4-taktige, wiederkehrende musikalische Phrasen) anzufertigen, aus denen im Zuge des Workshop ein Beat produziert wird.1

1 Das Programm „Audacity" ist ein frei erhältliches Musikprogramm, mit dem einfache Loops angefertigt werden können. Es kann unter folgender Webseite heruntergeladen werden: https://www.audacity.de/.

2 Beim Beatboxing werden Schlagzeug-Geräusche mit dem Mund nachgemacht. Als Einführung zu diesem Thema empfiehlt sich der Vortrag von Tom Thum samt Demonstration von Beatbox: https://www.youtube.com/watch?v=GNZBSZD16cY.

 

All diese Vorbereitungen sind optional und fördernd, aber nicht notwendig für die Durchführung des Workshops.

 

Ablauf:

 

Nach einer theoretischen Einführung in die musikalische Beschaffenheit und Geschichte der HipHop-Kultur liegt der Fokus des Workshops in der Produktion eines oder mehrerer „Beats" sowie in der Aufnahme von Raps der Schüler_innen. Dabei sollen einerseits unterschiedliche HipHop-Stile vorgestellt werden und die Schüler_innen so viel wie möglich in die Produktion einbezogen werden. Dies geschieht etwa durch das Einspielen eigener musikalischer Phrasen, die wiederum gesampelt und als Basis für einen Beat verwendet werden. Auch das Programmieren des Drum-Rhythmus oder Aufnehmen eines Beatbox2-Patterns sind Schritte, die von den Schüler_innen durchgeführt werden können. Und natürlich stellt das Einrappen eines eigenen Textes einen wichtigen Schritt zu einem fertigen Song dar. Durch diesen Studio-Charakter des Workshops können die Schüler_innen hautnah erleben und teilhaben, wie aus einer musikalischen Idee ein kompletter HipHop-Song entsteht.

 

 

Dauer und Kosten:

 

Der Workshop ist auf 2 Unterrichtsstunden und auf eine Gruppengröße von ca. 15 Personen ausgelegt. Natürlich ist es auch möglich mit einer größeren Anzahl an Schüler_innen den Workshop zu veranstalten, jedoch umso kleiner die Gruppe ist, umso besser können die Schüler_innen aktiv

 

eingebunden werden. Auf Wunsch kann der Workshop auch auf 3 Unterrichtseinheiten ausgeweitet werden.

 

Das veranschlagte Honorar für eine Einheit (2 Unterrichtsstunden) beträgt 400€. Bei mehreren, hintereinander geblockten Einheiten reduziert sich das Honorar pro Einheit. Es ist zudem möglich, beim KulturKontakt Austria eine Förderung unter dem Programm „Dialogveranstaltungen (DVA) zu beantragen. Für mehr Informationen siehe: https://www.kulturkontakt.or.at/html/D/wp.asp?pass=x&p_title=5291&rn=178965

 

 

 

 

Zur Person

 

 

 

 

Dr. Frederik Dörfler maturierte an der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt im Zweig „Technische Informatik und Internet Engineering". Auf dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien absolvierte er danach sein Magisterstudium, das er 2011 mit seiner Diplomarbeit zur Entstehung von HipHop-Musik in Österreich erfolgreich abschloss. Darauf folgte ein Doktoratsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, in welchem er seine Forschungen zur österreichischen HipHop-Musikszene in seiner Dissertation „HipHop-Musik aus Österrreich. Lokale Aspekte einer globalen kulturellen Ausdrucksform" vertiefte. Dieses schloss er 2019 mit „Auszeichnung" ab. Frederik Dörfler ist ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Archiv für österreichische Popularmusik (SRA) und gestaltete für Radio Orange die monatliche Sendereihe „Es war einmal HipHop…" sowie für Radio Ö1 mit „Die Rapsaga. HipHop made in Austria" ein Radiokolleg zur Geschichte österreichischer HipHop-Musik. Für das VOLUME-Magazin schrieb er eine gleichnamige Kolumne zur Geschichte der HipHop-Kultur. Er wurde bereits zwei Mal in die USA eingeladen, um Vorträge über die österreichische HipHop-Szene zu halten.

 

Frederik Dörfler beschäftigt sich nicht nur theoretisch mit HipHop-Musik, sondern ist als Musiker, Produzent und DJ auch aktiver Teil der HipHop-Kultur.

 

 

 

 

 

 


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